Bindehautentzündungen kommen bei Katzen eher selten vor, sind allerdings eine ernst zu nehmende Krankheit bei Katzen . Sie stellen ein zentrales Problem bei den Tieren dar und sind schnellstmöglich und richtig zu behandeln.
Bindehautentzündungen werden hauptsächlich durch Infektiöse Ursachen ausgelöst. Ferner kommen auch Reizungen durch äußere Faktoren dazu wie z.b Haare oder Allergien.
Die häufigsten Erreger von Bindehautentzündungen sind Herpesvieren. Bei der ersten Infektion sind meist die oberen Atemwege mit betroffen. Erkrankte Katzen zeigen oft, Nasenausfluss, Niesen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Meistens folgen auf den Vieren noch weitere Bakterielle Infektionen. Es ist auch nicht selten, dass zuerst nur ein Auge betroffen ist und erst später das zweite Auge nachträglich erkrankt. Die Bindehäute sind stark rötlich geschwollen, mit einem wässerigen Augenausfluss, im fortgeschrittenem Stadium ändert sich der klare Ausfluss in gelblich-eiterigen Ausfluss.
Außerdem können Herpesvieren auch Hornhautverletzungen hervorrufen. Diese äußern sich durch Hornhautläsionen die linienförmig bis hin zu großflächig werden können. Begleitet werden solche Verletzungen meist von einwachsenden Gefäßen und heilen nur sehr schwer ab, teilweise benötigt die Heilung mehrere Wochen.
Bei ausgewachsenen Katzen ist es nicht selten, dass Infektionen nur ein Auge betreffen, nach der ersten Infektion bleiben 80 % der Katzen weiterhin mit dem Herpesvirus infiziert. Ist die Katze erst infiziert, können Stresssituationen wie z.b. Umzug, Besitzerwechsel, neue Katze im Haushalt und Ausstellungen ein erneutes Ausbrechen der Krankheit hervorrufen. Eine Behandlung der Bindehautentzündung wird meist mit Virostatika – Tropfen, die bis zu 6 mal täglich in die Augen getröpfelt werden müssen, bekämpft.
Bei bakteriellen Nebenehrkrankungen werden noch Antibiotische Medikamente gegeben. Herpesentzündungen bei Katzenwelpen können schwere Verwachsungen und Schäden an der Bindehaut, Hornhaut und den Liedern zu Folge haben. Dies kann unter Umständen zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens und der Lidfunktion führen.
Diese Störungen können operativ entfernt werden, allerdings mit dem Risiko von neuen Verklebungen. Weitere Erreger die Bindehautentzündungen hervorrufen sind Cali – und Reoviren. Sie gehören allesamt zu den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes.
Ebenfalls weit verbreitet sind Bakterielle Erreger wie z. b Chlamydien und Mykoplasmen. Diese unterscheiden sich im Verlauf nur daran, dass keine Hornhautveränderungen beobachtet wurden, ansonsten ist die Unterscheidung schwierig.
Chlamydieninfektionen können ebenfalls ein oder beidseitig auftreten. Auch hier können Erkrankungen der oberen Atemwege begleiten, die allerdings weniger von Bedeutung sind. Allerdings besteht ein Übertragungsrisiko auf den Menschen. Mykoplasmen-Bindehautentzündungen sind meist dicker von der Ausbildung dicker, weißer Membranen.
In der heutigen Veterinärmedizin können Herpesviren von Chlamydien und Mykoplasmen durch eine DNA - Analyse unterschieden werden.
Auch neugeborene Katzen können schon von einer Bindehautentzündung betroffen sein. Diese Erkrankung ( neonatale Bindehautentzündung ) entsteht vor dem Öffnen der Augenlider unter den noch geschlossenen Lidern. Unter den geschlossenen Lidern sammelt sich Eiter an. Es können Bakterien aber auch Viren Auslöser dieser Erkrankung sein. Die Lider müssen dann von Hand geöffnet und Antibiotisch behandelt werden.
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