Der natürliche Lebensraum der Katze Katzen leben in Wohnungen, in Häusern, auf Bauernhöfen, in Städten, auf Inseln oder auch in der Wildnis. Die Bereiche und Gebiete unterscheiden sich daher grundlegend in ihrer Größe und auch in der Beschaffenheit. Bei Katzen , die in etwa ihren natürlichen Lebensraum leben nutzen die Kater etwa 3.5 Mal mehr Gebiet als die Weibchen. Bei den weiblichen Katzen wurden Lebensräume von ca. 0.02 Ha in Londons Vorstädten, und in Australiens Busch etwa 170 Ha gemessen. Im gleichen Gelände nutzten die Männchen eine Fläche von 0.4 Ha bis zu 990 Ha. Allerdings sollte man sich hier keine geschlossenen Flächen vorstellen. Es werden bei diesen Berechnungen häufig auch Gebiete eingerechnet, die von der Katze nur selten durchstreift werden. Allerdings kann man durch die Distanzen, die Ausdehnung der Lebensräume besser betrachten, die die Katzen von zu Hause entfernen.
Im Mitteleuropäischen Raum beispielsweise begeben sich Hauskatzen von Bauernhöfen zwischen 100 und 1000 m von ihrem Heimbezirk weg. Während er Paarungszeit weiten die Kater diese Strecke allerdings erheblich aus. Die Strecke der Männchen wird ausschließlich von der Anzahl und Verteilung der Paarungswilligen Katzen bestimmt. Kater treffen auf dichten Wohngebieten unter umständen auch viele Katzen und auf dem Lande auf eher wenige, d. h. in den Gegenden mit einer hohen Katzenanzahl ist sein Gebiet eher klein, in einem Gebiet mit einer geringen Katzendichte ist sein Gebiet eher groß. Natürlich wird die Population maßgeblich von den Nahrungsangeboten bestimmt, in dichten Gebieten ist sie meist reichhaltiger und konzentrierter wobei in abgelegenen Gebieten die Nahrungsquellen eher ausschließlich durch die natürliche Jagt der Katze gedeckt wird. In einigen Bezirken von Rom leben 1000 bis 2000 Katzen pro km² . Dort sind die Aktionsradien der Katzen natürlich um einiges enger als z.b. auf dem Lande. In dem Lebensraum von Katzen des gleichen Hauses oder der gleichen Gruppe überlappen sich die Lebensräume für gewöhnlich besonders in den Gebieten mit den Futterreichsten Stellen. Bei den Weibchen hingegen überschneiden sich die Gebiete kaum. Bei den Männchen wird die Überschneidung vor allem bei der Paarungszeit deutlich.
|